Tee wird oft mit Begriffen wie blumig, nussig, malzig oder pflanzlich beschrieben.

Hierbei handelt es sich nicht um zugesetzte Aromen. Es sind sensorische Eindrücke, die vom Blatt, seinem Ursprung und seiner Verarbeitung herrühren.

Geschmacksnoten sind Orientierungshilfen. Sie helfen dabei, zu beschreiben, was du in der Tasse bemerken könntest.

Woher kommen Geschmacksnoten?

Geschmack entsteht durch eine Kombination von Faktoren:

• Die Sorte der Pflanze
• Klima und Boden
• Höhe
• Erntezeitpunkt
• Verarbeitungsmethoden wie Oxidation oder Röstung

Ein leicht gedämpfter grüner Tee schmeckt anders als ein stark gerösteter Oolong, obwohl beide von der gleichen Pflanze stammen.

Die Verarbeitung bestimmt den Geschmack.

Gängige Geschmackskategorien

Die Sprache der Geschmackswahrnehmung gruppiert Aromen in Muster. Dies sind einige der häufigsten:

Blumen

Orchidee, Jasmin, Rose.

Häufig anzutreffen in leicht oxidierten Oolongs oder delikaten Grüntees.

Vegetal

Gras, Spinat, Algen.

Typisch für viele gedämpfte Grünteesorten.

Nussig und geröstet

Kastanien, Mandeln, geröstetes Getreide.

Häufig in gebratenem Gemüse oder gerösteten Oolong-Tees.

Malzig und süß

Karamell, Kakao, Honig.

Häufig in schwarzem Tee enthalten.

Fruchtig

Steinobst, getrocknete Feige, Zitronenschale.

Kommt in bestimmten Oolong- und Schwarztees vor.

Erdig

Feuchtes Holz, Leder, Waldboden.

Wird mit gereiften oder postfermentierten Tees in Verbindung gebracht.

Geschmack ist subjektiv.

Zwei Personen können unterschiedliche Aspekte desselben Tees wahrnehmen.

Wassertemperatur, Ziehzeit und Blattmenge beeinflussen ebenfalls, was hervortritt.

Geschmacksnoten sind keine Checkliste. Sie sind eine Einladung, aufmerksam zu sein.

Schlussbemerkung

Es gibt keine richtige Antwort auf Geschmacksfragen.

Das Lernen, Dinge wahrzunehmen, gehört zu einem spannenden Lernprozess.